Dienstag, 23. Januar 2018

Die 10 besten IT Zertifizierungen 2018

Top 10 IT Zertifizierungen 2018



von Caroline Metzen

Welche Zertifizierungen aus IT und Projektmanagement sind die beliebtesten und meist nachgefragten Qualifikationen in 2018? Wir haben für Sie die Top 10 IT Zertifizierungen 2018 zusammengestellt:

  • EC-Council Certified Ethical Hacker (CEH)
  • (ISC)2 CISSP
  • DEKRA Datenschutzbeauftragter
  • (ISC)2 Certified Cloud Security Professional (CCSP)
  • Cisco CCNA (Routing and Switching)
  • The Open Group TOGAF 9.1 Zertifizierung
  • PMI Project Management Professional (PMP)
  • Microsoft MCSE: Cloud Platform and Infrastructure
  • AXELOS PRINCE2 Foundation and Practitioner
  • Lean Six Sigma Green Belt & Black Belt

Die Zertifizierungen decken Themen rund um die Bereiche IT-Security, Datenschutz, Networking, Cloud Computing und Projektmanagement ab.

1. EC-Council Certified Ethical Hacker (CEH)


Um sich ausreichend vor Cyberangriffen zu schützen, ist es notwendig, die Vorgehensweisen und Skills von Hackern zu kennen. Auf diese Weise können Sicherheitslücken aufgedeckt und geschlossen werden, noch bevor es zu einer Attacke kommt.

EC-Councils Certified Ethical Hacker (CEH) ist eine der wenigen Zertifizierungen, die reale Hacking Tools und Techniken beinhaltet, mit denen eine Cyberattacke in Unternehmensnetzwerken simuliert werden kann. Praxiserfahrung ist essentiell, um ein Ethical Hacker zu werden – daher ermöglichen offizielle CEH Kurse Zugang zu mehr als 2.200 Hacking Tools und 140 Szenarien.

Durch zunehmende, immer komplexere Cyberangriffe ist die Nachfrage nach Ethical Hacking und Penetration Testing Kenntnissen in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Auch für 2018 gehört dieser Bereich daher zu den Top-Skills der IT-Branche.


2. (ISC)2 CISSP


(ISC)2 CISSP ist seit Jahren eine der beliebtesten und höchsten Zertifizierungen in der IT-Security und verbindet technische Skills mit Fähigkeiten im Management von Sicherheitsfragen. Die Zertifizierung richtet sich vor allem an Professionals im IT-Management und in CISO Positionen.

Die CISSP Zertifizierung belegt unter anderem die Kenntnisse, ein Informationssicherheitsprogramm zu gestalten, zu implementieren und zu verwalten.



Trotz der wachsenden Nachfrage nach CISSP-zertifizierten Professionals wird die Anzahl weltweit auf nur 100.000 CISSPs geschätzt - im Vergleich zu beispielsweise mehr als 2 Millionen CompTIA-zertifizierten Professionals. Aufgrund der anspruchsvollen Prüfung und hohen Anforderungen bleibt der CISSP weiterhin ein wertvolles Alleinstellungsmerkmal und Gold-Standard unter den Sicherheitszertifizierungen.


3. DEKRA Datenschutzbeauftragter


Mehr als die Hälfte der europäischen Unternehmen ist noch nicht ausreichend auf die General Data Protection Regulation (GDPR) bzw. EU Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) vorbereitet, die bis zum 25. Mai 2018 umgesetzt sein muss. Datenschutz sollte eine der höchsten Prioritäten in Organisationen sein und wird in 2018 sogar noch wichtiger – denn Verstöße gegen die neue Verordnung können hohe finanzielle Strafen nach sich ziehen.

Es gibt eine Reihe verschiedener Qualifikationen für diesen Bereich. Neben Grundlagenkursen zur DSGVO gibt es mehrere offizielle Zertifizierungen als Datenschutzbeauftragter, akkreditiert beispielsweise von PECB (als Certified Data Protection Officer CDPO) und von der DEKRA (als Fachkraft für Datenschutz).

In Deutschland ist die DEKRA Zertifizierung eine der relevantesten im Datenschutzbereich, da diese sich auf das deutsche Datenschutzrecht konzentriert und zusätzlich dazu die neuen EU Richtlinien miteinbezieht. Sowohl bereits bestellte als auch zukünftige externe oder interne Datenschutzbeauftragte, aber auch Mitarbeiter der IT-Abteilungen, der Revisions- und Rechtsabteilungen und Mitglieder der Geschäftsleitung können die Zertifizierung als Datenschutzbeauftragter erlangen.

4. (ISC)2 Certified Cloud Security Professional (CCSP)


Die Migration zur Cloud ermöglicht zahlreiche Vorteile für Unternehmen, stellt aber gleichzeitig eine neue Herausforderung bezüglich der Sicherheit von Daten und Systemen dar. Cloud Security ist daher ein wachsender Bereich in der Branche – bis 2022 soll der Markt auf mehr als 12 Milliarden Dollar anwachsen und die Nachfrage nach entsprechend geschulten Fachkräften weiter ansteigen.



(ISC)2 CCSP belegt fortgeschrittene Kenntnisse der Cloud Security. Abgedeckt werden zum Beispiel die Themen Datenschutz und -wiederherstellung, Access Management, der Lebenszyklus der Softwareentwicklung und der Schutz der Cloud Infrastruktur.

Für den CCSP wird entweder eine gültige CISSP Zertifizierung oder mindesten fünf Jahre Praxiserfahrung in den sechs Bereichen des CCSP benötigt. Wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen, wird es sich für Sie lohnen, die Zertifizierung in 2018 zu erlangen - gerade auch im Zusammenhang mit der EU-DSGVO, für deren Umsetzung Fähigkeiten in Compliance und Datensicherheit essentiell sind.


5. Cisco CCNA (Routing and Switching)


Der CCNA (Routing and Switching) ist eine der bekanntesten Networking Zertifizierungen und eignet sich ideal für Network Engineers und IT Professionals, die mit Cisco Technologien arbeiten. 

Abgedeckt werden alle relevanten Fähigkeiten, die für Positionen im Network Support benötigt werden, wie IP Adressierung, Sicherheit von Netwerkgeräten, IP Routing und LAN Switching Technologien.

Wenn Sie 2018 im Bereich Networking weiterkommen oder in die Branche einsteigen möchten, ist der CCNA perfekt für Sie. Damit werden Sie außerdem in Ciscos Zertifizierungsprogramm aufgenommen und schaffen eine solide Basis für Ihre Networking Karriere.

6. The Open Group TOGAF 9.1 Zertifizierung


Kenntnisse im Bereich Enterprise Architecture (EA) sind laut einer HarveyNash & KMPG Studie zur knappsten Fähigkeit in der Branche überhaupt geworden.



The Open Group Architecture Framework (TOGAF) ist mittlerweile einer der bekanntesten EA Frameworks und wird von tausenden Unternehmen weltweit eingesetzt, um ihre IT-Architektur zu optimieren. So können Produktivität, Effizienz, Sicherheit und Verfügbarkeit von IT-Systemen signifikant verbessert werden. 

Die TOGAF Zertifizierung belegt tiefgehende Kenntnisse und qualifiziert Sie für anspruchsvolle Positionen in diesem Bereich. Viele Unternehmen setzen eine TOGAF Zertifizierung für ihre zu besetzenden IT-Positionen voraus.

7. PMI Project Management Professional (PMP)


Zertifizierte und geschulte Projektmanager sind effizienter und erfolgreicher bei der Durchführung von Projekten verschiedenster Größenordnungen. Der Projektmanagement-Standard von PMI umfasst zahlreiche Techniken der Evaluierung und Optimierung von Projekten nach dem sogenannten PMBoK (Project Management Body of Knowledge).

Die PMP Zertifizierung belegt die Fähigkeiten, diesen Projektmanagement-Rahmen erfolgreich einzusetzen und gilt als Qualifikation auf hohem Niveau.

Vorausgesetzt werden wegen des hohen Schwierigkeitsgrads mindestens fünf Jahre Projektmanagement-Erfahrung. Geeignet ist der PMP damit vor allem für fortgeschrittene Projektmanager, die ihre Fähigkeiten in 2018 weiterentwickeln und mit einer branchenbekannten Zertifizierung belegen möchten.

8. Microsoft MCSE: Cloud Platform and Infrastructure


Der MCSE: Cloud Platform and Infrastructure ist eine der neueren Zertifizierungen von Microsoft und belegt Kenntnisse rund um Microsofts Cloud und Datencenter Technologien. 

Unternehmen haben laut einer Umfrage der Jobseite Indeed ihre Anstrengungen bei der Suche nach Azure-Skills bei Neueinstellungen um 62 Prozent erhöht. Die MCSE Cloud Platform and Infrastructure Zertifizierung mit Schwerpunkt Azure ist damit eine gute Investition in 2018, um Ihre Karriere im Cloud Computing voranzubringen.

Je nach Wahlmodul können Sie sich anstelle von Azure auch auf andere Kenntnisse spezialisieren, wie Big Data Analytics oder Windows Server

9. AXELOS PRINCE2 Foundation and Practitioner


Es wird erwartet, dass bis 2020 weltweit 15,7 Millionen neue Projektmanager benötigt werden – mehr als 153.000 davon allein in Deutschland. PRINCE2 zählt dabei zu den bekanntesten Methoden. Mehr als 1 Millionen Professionals weltweit sind bereits PRINCE2-zertifiziert, und die Nachfrage ist weiterhin steigend.

Die PRINCE2 Foundation und Practitioner Zertifizierung deckt alle relevanten Methoden und Terminologien von PRINCE2 ab und hilft dabei, Projekte innerhalb der gesetzten Zeit- und Budgetrahmen erfolgreich abzuschließen, bei gleichzeitiger Verstärkung der Kontrolle und produktorientierten Planung.

2017 hat PRINCE2 ein umfangreiches Update erhalten – die erste größere Überarbeitung seit 2009. Hier erklärt AXELOS alles Wichtige zum Update, welches sich vor allem darauf konzentriert hat, PRINCE2 flexibler zu machen und an jede Organisation und jedes Projekt anpassen zu können.

10. Lean Six Sigma Green Belt & Black Belt


Das Ziel der Lean Six Sigma Methode ist die Verringerung der Fehlerzahl und Minimierung von verschwendeten Ressourcen in Projekten. Prozesse werden auf allen Stufen optimiert und mithilfe einer definierten Infrastruktur effizienter gestaltet sowie im nachgelagerten Qualitätsmanagement überwacht. Es werden außerdem quantifizierbare, finanzielle Ziele zur Erfolgsmessung festgelegt.

Die Green Belt Zertifizierung beinhaltet vor allem die Anwendung der Lean Six Sigma Methoden und Verhaltensweisen, mit denen Projekte effizienter geplant und durchgeführt werden können.

Der fortgeschrittenere Black Belt richtet sich an erfahrenere Projektmanager und sorgt mit tiefergehenden Fähigkeiten für langfristige Verbesserungen von Projektmanagement-Prozessen im Unternehmen, indem Geschwindigkeit und Qualität von Projekten optimiert werden.


Über den Autor:
Caroline Metzen schreibt für Firebrand Training über eine Reihe von IT-bezogenen Themen. Diese umfassen Prüfungen, IT-Training, IT-Zertifizierungen und -Trends, Projektmanagement, Karriereberatung und die IT-Branche.

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